Wir werden dich nie vergessen
deine Frau Annelie, deine Schwester Ursel, deine Kinder Frieder, Sabine und Ramona, deine Enkel Johnny, Alexander und Franziska sowie Ines, Ralf und Matthias und alle die Menschen, denen du so viel Freude bereitet hast.
Am 15.02.2007 haben wir im Frankenberger Friedhof Abschied genommen. Seine jüngste Tochter schrieb als Nachruf bewegende Worte, die hier nachzulesen sind.
Wir möchten uns für die große Anteilnahme bedanken.
Für einen geliebten Menschen
Dein Leben war ein langer Weg, der lang genug uns nicht erscheint.
Mit dir gegangen durch alle Zeiten bis hier die Traurigkeit uns eint.
Jedem steht das Bild von dir, lebendig noch vor Aug und Geist,
und allen ist allzu bewusst, dass es nun Abschied nehmen heißt.
Wie du lebtest, so wirst du jetzt, von all deinen Lieben begleitet
bescheiden, liebevoll, hilfsbereit hat deine Kämpfernatur dich geleitet,
Gab´s große Nöte, kleine Sorgen warst du stets da, ohne viel Worte.
Ja, wir denken die Welt wäre reicher, gäb`s mehr Menschen von deiner Sorte.
64 Jahre bist du gewachsen, an Höhen und Tiefen des Lebens.
Die Familie glücklich beieinander zu wissen war ein Ziel deines Strebens.
Die Liebe schenkte dir und Annelie, glückliche Jahre, Tage und Stunden
In mitten von Kindern, Enkeln, Freunden, Bekannten hast du dein Glück gefunden.
In Jedem schlummern Erinnerungen, die uns im Gedenken an dich ereilen
und innig lebt der Wunsch in den Herzen, dass sie auf ewig verweilen.
Gemeinsam sind wir jeder mit dir allein, versuchen nichts auszulassen
und mit jedem Wort unter einander die Teile deines Wesens zu fassen.
Du hast stets dem Schicksal die Stirn geboten, ein kleiner Mann, im Leben so groß,
die leisen Spuren deiner Anwesenheit lassen uns nicht mehr los.
Mit offnem Blick, und festem Schritt hast du dir bewusst deinen Weg gewählt
in Gedanken dich weiter begleitend fühln wir, dass nun etwas unheimlich fehlt.
In Liebe und Erinnerung
Ramona 08.02.07
Liebe Anwesende,
Wir haben uns heute zusammengefunden um Abschied von dem liebenswerten Ehemann und Bruder, Vater und Opa, Freund und Bekannten Horst Patzak zu nehmen.
Wir alle wissen, dass er ein Mann war, der ohne viele Worte auskam, der lieber Taten sprechen ließ und sich auch diesen Tag bescheiden und still gewünscht hätte.
Darum werde ich in dieser Rede kurz einige Erinnerungen aufgreifen, Gedanken zusammenfassen und zum Abschluss Eure gesammelten persönlichen Zitate vortragen.
Liebe Annelie,
An dich sollen die ersten Worte gerichtet sein. Die Antwort auf eine Anzeige leitete für Dich und Horst einen neuen wunderschönen Lebensabschnitt ein. Alle freuten sich mit Euch als ihr am 11.September 1996 den Bund fürs Leben geschlossen habt. Ihr wart euch einig, dass die folgenden 10 Jahre die glücklichsten Eures Lebens waren. Hand in Hand habt ihr mit Liebe im Herzen den Alltag gemeistert, Reisen unternommen, Feste gefeiert, das Bowlen entdeckt und so vieles mehr. Wenn man euch zusammen erlebte, hatte man das Gefühl ein vollständiges Wesen zu sehen. Kaum jemanden wird es gelingen nachzuvollziehen, wie du diesen unerwarteten Verlust empfinden magst. Es scheint sinnlos, unmöglich und viel zu früh zu sein, dass du dich nun allein hier findest. Es gibt kaum Trost, außer dem Wissen dass er nicht gewollt hätte, sein weiteres Leben auf Hilfe angewiesen zu sein.
Eben wurde gesagt, dass du dich hier allein findest, doch wenn du dich umschaust sind da noch viele andere Gesichter mit Tränen in den Augen, sie fühlen wie du.
Lieber Jan und Frieder, Sabine und Ramona,
Als Kinder, habt ihr euch noch viele Jahre mit eurem Vati vorgestellt. Das Bild vom Vati aus der Kindheit ist schon etwas verblasst. Da schien er groß und bärtig, streng, sparsam, fleißig, fürsorglich, prinzipientreu und konsequent. Mit detektivischer Spürnase fand er heraus, wenn seine Kinder es nicht mit der Wahrheit so genau nahmen. Ich möchte eine kleine Begebenheit mit der Hausordnung erwähnen. Treppe kehren und wischen, das war die Aufgabe. Schlau wie einer von euch als Kind war, wurde nur gekehrt, denn wenn die Krümel weg sind reicht das wohl. Das betroffene Kind beteuert alles gemacht zu haben. Aber ein Vater, der es genau nimmt wischt mit der Hand über eine mittlere Stufe und zeigt dem Kinde die übrige staubige Schicht und stellt mit strengem Blick fest, dass das wohl gelogen ist.
Natürlich sagen wir jetzt nicht den Namen des Kindes. Mit allen seiner Vaterliebe erzog er euch zu Findigkeit und Ehrlichkeit und zu den Menschen, auf die er schließlich so stolz war.
Wie unfair erscheint es nun da ein großer Zusammenhalt entstanden ist, dass ein Glied der Kette herausgerissen wurde, das nicht zu ersetzen ist. Wie ungerecht, dass es nun keine Möglichkeit mehr gibt ihm alle Fürsorge für euch zurückzugeben.
Doch seht euch an Frieder, Sabine und Ramona. In euch leben die Eigenschaften eures Vaters weiter. Für dich, Jan war Horst ebenfalls ein Vorbild. Ihr seid jetzt füreinander da, helft euch und habt euch lieb. Dies ist das wichtigste, was euer Vati sich für euch wünschte.
Liebe Ursel, liebe Enkel, Verwandte, Freunde und Bekannte,
Als Bruder und Opa, Verwandter und Freund bleibt Horst Euch allen als lebenslustiger, liebevoller, sportlicher, verlässlicher, hilfsbereiter und aktiver Mann in Erinnerung.
Jeder von euch könnte zahlreiche Begebenheiten erzählen, die amüsant oder ernst wiedergeben würden, wie unentbehrlich Horst für jeden einzelnen von euch ist. Es war wichtig diesen Mann zu kennen und ein Stück gemeinsam den Weg mit ihm zu gehen. Denn in jeder Begegnung liegen künftige Erinnerungen und Taten, die manchmal erst viel später sehr wichtig werden. Heute sind wir traurig, dass es mit Horst keine Treffen, mehr geben wird, keine Karten die er schreibt, keine Umarmung. Wir sind traurig dass er seine Kraft, seine Stimme und sein Lachen für immer mitgenommen hat. .
Doch es liegt in unserer Macht dies zu bewahren und ihn auf Fotos und Videos zu sehen, wo er seine Lebensfreude zeigte.
Er hätte gewollt, dass wir heute auch in die Zukunft blicken, aufrecht wie er unseren Weg gehen, das wir Leben und Bowlen, Lieben und Streiten, Trauern und Lachen ,uns halten und füreinander da sind, Eis laufen und Gassi gehen, Spazieren und Ausruhen und so vieles mehr.
In vielen Gesprächen wird er sich finden, in vielen Taten sich zeigen, aus vielen Gesichtern blicken, weil wir uns erinnern.
Zum Abschluss meiner Rede möchte ich nun einige persönliche Zitate der Anwesenden vortragen:
Ich kenne ihn als Menschen der uns selbstlos geholfen hat; weil er wusste; dass es uns momentan finanziell nicht so besonders gut geht. ich weiß; dass er für seine Kinder und Enkel sein letztes Hemd gegeben hätte. Tut mir wahnsinnig leid, ich habe ihn sehr gemocht.
Das schönste Erlebnis für ihn war unsere Hochzeit am 11. September 1996. Wir haben alles Hand in Hand getan.
Ein Mann, der sehr genau ist. Ein ganz lieber, hilfsbereiter Mensch,. Ohne je nein zu sagen hat er alles möglich gemacht. Ob Hilfe im Haushalt, die ehrenamtliche Arbeit als Hausmeister er hat alles Pflichtgetreu erledigt. Seinen kleinen Freuden zum Beispiel ausgiebig Zeitung zu lesen oder Sportsendungen zu verfolgen gönnte er sich gern ganz ungestört.
Wir haben ihn viele Jahre als einen liebevollen, ehrlichen und zuverlässigen Menschen gekannt. Er bleibt als dieser in unserer Erinnerung.
Bei Sorgen und Problemen gibt es keine Person an die ich mich lieber gewendet hätte. Selbst in Zeiten mit wenig Kontakt zu uns Kindern sah er positives, wie er mir einmal sagte: „Höre ich nichts von Euch gehe ich davon aus, dass es euch gut geht und das ist in Ordnung.“
Er strahlte stets ehrliche Herzlichkeit aus und zeigte Stolz auf seine Kinder und Enkel.
Wir werden Horst nie vergessen. Sein Ehrgeiz beim Bowlen wirkte ansteckend und zeigte Erfolg, da er einer unserer Besten war. Er hat unsere gemeinsamen Abende mit seiner heiteren Art sehr bereichert.
Horst war mir von Beginn an sehr sympathisch und wurde mir ein guter Vater und Freund. Ich brauchte mir keine Sorgen mehr um meine Mutter zu machen, da von Anfang an spürbar war, dass er sie glücklich macht.
Die Herzlichkeit mit der er mich bei unserem ersten Zusammentreffen empfing, der Stolz in den Augen wenn er über seine Kinder und Enkel sprach, beeindruckte mich. Diesem kleinen lustigen und frohen Menschen verdanke ich die Tatsache erfahren zu haben, was Zuneigung, Toleranz und Wärme bedeutet.
Ein lebenslustiger Mensch, der stets mit Spaß für Unterhaltung sorgen konnte.
Ich musste daran denken, was Vati noch zu seinem 60. Geburtstag gesagt hatte: dass es gute und schlechte Zeiten gab und er heute einiges anders machen würde.
Wir hatten ja fast 10 Jahre keinen Kontakt. Aber nach der Geburt seines Enkels Johnny änderte sich das. Da ich habe ihn als liebevollen Vati und Opa erlebt. Dafür möchten ich, Ines und Johnny ihm und natürlich auch Annelie von ganzem Herzen Danke sagen.
Horst ist nun mein einziger nächster Angehöriger gewesen. Wir haben immer zusammengehalten, was auch unseren Eltern wichtig war. Als eine wichtige Verbindung zur restlichen Familie brachte er mich stets auf den neuesten Stand. Er bleibt mir als lieber Bruder und große Stütze in Erinnerung.
Mich freut einfach, dass er seine große Liebe gefunden hat. Das er in seinem Leben glücklich geworden ist und es genießen konnte.
Diese Zitate seien als kleiner Ausschnitt aus den Gedanken um Horst Patzak hier stellvertretend für viele weitere erwähnt.
Ich möchte nun jedem die Möglichkeit geben, sich mit einer Schweigeminute persönlich zu verabschieden.



